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InRento und Reental Erfahrungen 2026: Mietrendite statt Bauträgerkredit

Die meisten Immobilien-Plattformen finanzieren Bauträger. InRento und Reental gehen einen anderen Weg: Anleger verdienen an vermieteten Bestandsobjekten, ohne selbst Eigentümer zu werden. Der Prüfstand vergleicht das regulierte Buy-to-let-Modell aus Litauen mit den tokenisierten Immobilien aus Spanien.

InRento: Mietertrag mit ECSP-Lizenz

InRento aus Vilnius ist auf vermietete Immobilien spezialisiert. Anleger finanzieren ab 500 Euro besicherte Darlehen auf Bestandsobjekte und erhalten laufende Zinsen aus den Mieteinnahmen plus eine mögliche Beteiligung an der Wertsteigerung beim Verkauf. Zusammen ergibt das Zielrenditen von 8 bis 10 Prozent. Die Plattform arbeitet unter der europäischen ECSP-Crowdfunding-Zulassung, die Darlehen sind erstrangig mit Hypotheken besichert, was im Immobilien-Crowdfunding keineswegs Standard ist.

Reental: Immobilien auf der Blockchain

Das spanische Reental zerlegt vermietete Wohnungen in digitale Token ab 100 Euro. Anleger erhalten monatliche Ausschüttungen aus der Miete und partizipieren am Verkaufserlös, gehandelt wird über die Plattform und dezentrale Marktplätze. Die beworbenen Gesamtrenditen von 10 bis 12 Prozent sind attraktiv, doch rechtlich hält man ein Token-basiertes Forderungsrecht, dessen Durchsetzung im Streitfall deutlich weniger erprobt ist als eine eingetragene Hypothek.

Die zwei im Prüfprotokoll

Merkmal InRento Reental
Modell besichertes Mietdarlehen tokenisierte Immobilie
Zielrendite 8-10 % gesamt 10-12 % gesamt
Mindestanlage 500 € ca. 100 €
Besicherung Hypothek, erstrangig indirekt über Zweckgesellschaft
Regulierung ECSP-Lizenz, Litauen spanischer Rechtsrahmen, Token

Mietrendite ist träge, aber ehrlich

Beide Modelle hängen an denselben Faktoren wie ein privater Vermieter: Leerstand, Mietausfall, Instandhaltung und die Preisentwicklung am Standort. Dafür entfällt das Fertigstellungsrisiko der Bauträgerprojekte, das in der Zinswende für Ausfälle gesorgt hat. Wer laufende Erträge sucht und Kapital mehrere Jahre binden kann, bekommt hier das ruhigere Immobilienprofil, allerdings ohne die Liquidität eines Immobilien-ETF.

Praxis: worauf es bei Mietobjekten ankommt

Die Qualität eines Mietinvestments entscheidet sich an drei Stellen. Erstens am Standort: Universitätsstädte und Hauptstädte mit Zuzug halten Leerstand niedrig, InRento setzt deshalb stark auf Vilnius und Umgebung, Reental auf spanische Metropolen mit Kurzzeitvermietung. Zweitens am Verhältnis von Miete zu Kaufpreis, das die laufende Rendite trägt, bevor Wertsteigerungen überhaupt eingerechnet werden. Drittens an der Frage, wer das Objekt verwaltet und was Verwaltung sowie Rücklagen kosten, denn diese Posten stehen zwischen Bruttomiete und Anlegerzins. Beide Plattformen weisen die Kalkulation je Projekt aus, ein kritischer Blick auf die Annahmen zur Auslastung bleibt trotzdem Pflicht.

Einordnung im Markt

Das klassische Bauträger-Crowdinvesting mit Bergfürst, Zinsbaustein und Dagobertinvest vergleichen wir im Immobilien-Test. Höhere laufende Zinsen bei kürzerer Bindung zahlen Kreditplattformen wie Debitum oder Income, Loanch und Finbee. Die Gesamtschau bietet der Crowdfunding-Vergleich 2026.

Häufige Fragen

Ist InRento seriös? Ja, die Plattform arbeitet mit ECSP-Zulassung, erstrangigen Hypotheken und veröffentlichter Projekthistorie. Das Marktrisiko der Objekte bleibt selbstverständlich bestehen.

Wie funktioniert Reental? Eine spanische Zweckgesellschaft kauft die Immobilie, Anleger zeichnen Token, die Anspruch auf Miet- und Verkaufserlöse verbriefen. Ausschüttungen laufen monatlich.

Was ist besser, Mietrendite oder Bauträgerzins? Mietmodelle sind stetiger und besser besichert, Bauträgerdarlehen zahlen kürzer und nominell oft mehr. Ins Depot passen beide, in unterschiedlicher Dosierung.

Fazit

InRento überzeugt als reguliertes, hypothekenbesichertes Mietmodell und ist unsere erste Wahl in dieser Kategorie. Reental bleibt ein spannendes, aber junges Token-Experiment für risikofreudige Beimischungen. Beide zeigen, dass Immobilienrendite ohne Bauträgerrisiko möglich ist, wie der Prüfstand 2026 im Gesamtvergleich belegt.

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Immobilien-Crowdinvesting 2026: Bergfürst, Zinsbaustein, Dagobertinvest und Rendity im Test

Feste Zinsen, greifbare Projekte, kleine Beträge: Immobilien-Crowdinvesting war lange das Einsteigerprodukt schlechthin. Dann kam die Zinswende, und mit ihr die ersten größeren Ausfälle. Unser Prüfstand vergleicht die vier bekanntesten Plattformen im deutschsprachigen Raum und zieht die Lehren aus den vergangenen Jahren.

Bergfürst: Pionier mit Narben

Bergfürst vermittelt seit 2011 Immobilienanlagen ab 10 Euro mit 5 bis 8,5 Prozent Zinsen und betreibt einen eigenen Handelsplatz für vorzeitige Verkäufe. Die lange Historie umfasst allerdings auch dokumentierte Projektausfälle, bei denen Anleger auf Rückzahlungen warten. Wichtig außerdem: Die Finanzaufsicht warnte vor einer betrügerischen Kopie der Marke unter fremder Domain. Wer investiert, sollte ausschließlich über die offizielle Seite gehen.

Zinsbaustein: der Konservative

Zinsbaustein aus Berlin setzt auf wenige, dafür intensiv geprüfte Projekte ab 500 Euro mit 5 bis 7 Prozent. Die Plattform wirbt bewusst nicht mit Spitzenzinsen, sondern mit Auswahlquote und Projektbegleitung. Das Angebot ist entsprechend dünn, die Bilanz bei Rückzahlungen im Branchenvergleich ordentlich.

Dagobertinvest und Rendity: die Österreicher

Dagobertinvest ist die größte Crowdinvesting-Plattform Österreichs und finanziert Wohnbauprojekte mit 7 bis 9 Prozent, meist als Nachrangdarlehen ab 250 Euro. Rendity aus Wien arbeitet ähnlich, bietet daneben aber auch Bestandsobjekte mit laufenden Ausschüttungen. Beide profitieren vom stabilen österreichischen Wohnungsmarkt, beide mussten in der Zinswende einzelne Projektverzögerungen moderieren.

Die vier im Prüfprotokoll

Merkmal Bergfürst Zinsbaustein Dagobertinvest Rendity
Zinsen 5-8,5 % 5-7 % 7-9 % 6-9 %
Ab 10 € 500 € 250 € 500 €
Zweitmarkt ja nein nein nein
Sitz Berlin Berlin Wien Wien

Die Lehre aus der Zinswende

Fast alle Projekte laufen als Nachrangdarlehen: Scheitert der Bauträger, kommt die Crowd zuletzt. Steigende Baukosten und teurere Anschlussfinanzierungen haben gezeigt, dass aus Verzögerungen echte Ausfälle werden können. Feste Zinsen sind hier eine Risikoprämie, kein Sparbuchersatz. Wer einsteigt, streut über mehrere Projekte, Plattformen und Fertigstellungstermine.

Checkliste fürs Projektexposé

Vor jeder Zeichnung lohnt der Blick auf fünf Punkte im Exposé: den Beleihungsauslauf, also wie viel Fremdkapital insgesamt auf dem Objekt lastet; den Rang des Crowd-Darlehens in der Finanzierungsstruktur; die Erfahrung des Bauträgers mit vergleichbaren Projekten; den Stand von Baugenehmigung und Vorverkaufsquote; und die Frage, ob der Zins während der Laufzeit ausgezahlt oder erst endfällig gutgeschrieben wird. Endfällige Projekte mit niedriger Vorverkaufsquote und unerfahrenem Träger vereinen gleich drei Risikofaktoren, egal wie überzeugend die Renditezahl auf dem Banner wirkt.

Einordnung im Markt

Höhere laufende Renditen bei kürzerer Kapitalbindung bieten Kreditplattformen wie Debitum. Wer lieber an Mieteinnahmen als an Bauträgerkrediten verdient, findet bei InRento und Reental ein anderes Immobilienmodell. Den Gesamtüberblick gibt der Crowdfunding-Vergleich 2026.

Häufige Fragen

Wie funktioniert Bergfürst? Anleger zeichnen ab 10 Euro Anteile an Immobilienfinanzierungen mit fester Verzinsung und können sie über den plattformeigenen Handelsplatz vorzeitig verkaufen.

Ist Immobilien-Crowdinvesting sicher? Nein, es ist eine unternehmerische Anlage mit Nachrang. Die Projekthistorie der Plattformen zeigt überwiegend pünktliche Rückzahlungen, aber auch reale Ausfälle.

Welche Plattform hat die besten Konditionen? Dagobertinvest zahlt am meisten, Zinsbaustein prüft am strengsten, Bergfürst bietet den niedrigsten Einstieg samt Zweitmarkt. Die beste Wahl hängt von der Risikotoleranz ab.

Fazit

Immobilien-Crowdinvesting hat den Realitätstest der Zinswende hinter sich: Es funktioniert, aber nicht risikofrei. Bergfürst, Zinsbaustein, Dagobertinvest und Rendity sind seriöse Anbieter mit unterschiedlichen Profilen, ersetzen aber weder Streuung noch den kritischen Blick ins Projektexposé, den unser Prüfstand jedem Investment voranstellt.