Debitum ist eine lettische P2B-Plattform, über die Anleger in verbriefte Pakete von Firmenkrediten investieren. Statt einzelne Kredite zu kaufen, zeichnet man Asset-Backed Securities, die ein lizenzierter Broker unter Aufsicht der lettischen Zentralbank ausgibt. Mit Zinsen von 13 bis 15 Prozent gehört Debitum zu den renditestärksten regulierten Anbietern in unserem Prüfstand.
Wie funktioniert Debitum?
Kreditgeber aus mehreren Ländern reichen Geschäftskredite an kleine und mittlere Unternehmen aus. Debitum bündelt diese Forderungen zu Wertpapieren mit Laufzeiten von wenigen Monaten bis etwa zwei Jahren. Anleger investieren ab 50 Euro pro Papier, die Zinsen laufen je nach Produkt monatlich oder endfällig auf. Der Login führt in ein nüchternes, funktionales Dashboard mit Auto-Invest.
Konditionen im Prüfprotokoll
| Merkmal | Debitum |
|---|---|
| Zielrendite | 13-15 % p. a. |
| Mindestanlage | 50 € |
| Produkt | Asset-Backed Securities auf Firmenkredite |
| Regulierung | Broker-Lizenz, Lettland |
| Rückkaufverpflichtung | ja, durch Kreditgeber |
| Anlegerschutz | bis 20.000 € (nationales Schutzsystem) |
Regulierung: mehr als ein Marketing-Wort
Debitum arbeitet mit einer Lizenz als Wertpapier-Broker und untersteht der Finanzaufsicht in Riga. Die Kredite werden als regulierte Finanzinstrumente verbrieft, Anlegergelder liegen getrennt vom Firmenvermögen, und ein nationales Schutzsystem sichert Ansprüche bis 20.000 Euro ab, allerdings nur gegen Broker-Fehlverhalten, nicht gegen Kreditausfälle. Das ist derselbe rechtliche Rahmen, den auch große Marktplätze nutzen, bei spürbar höheren Zinsen.
Wo liegen die Risiken?
Die Rendite kommt aus Krediten an kleine Unternehmen, teils aus der Ukraine und anderen Märkten mit erhöhtem Länderrisiko. Fällt ein Kreditgeber aus, hilft auch die Rückkaufverpflichtung wenig, denn sie ist nur so stark wie seine Bilanz. Positiv im Prüfprotokoll: Debitum veröffentlicht Statistiken und hat die Krisenjahre ohne Anlegerverluste im Kernportfolio überstanden. Die Historie ist dennoch kürzer als bei Veteranen wie Mintos.
Praxis: so investiert man bei Debitum
Nach der Registrierung und Verifizierung wählt man zwischen manueller Auswahl einzelner Wertpapiere und dem Auto-Invest, der Kriterien wie Zins, Laufzeit und Kreditgeber übernimmt. Sinnvoll ist eine Streuung über mindestens vier bis fünf verschiedene Kreditgeber und gestaffelte Laufzeiten, damit regelmäßig Kapital frei wird. Die Zinsen fließen je nach Papier monatlich oder zum Laufzeitende, ein Zweitmarkt existiert nicht, vorzeitige Ausstiege sind also nicht eingeplant. Einzahlungen laufen per SEPA-Überweisung, die Gutschrift dauert in der Regel einen Bankarbeitstag. Für die Steuererklärung stellt die Plattform einen Jahresreport bereit, der sich direkt für die Anlage KAP verwenden lässt.
Debitum im Vergleich
Gegenüber Viainvest bietet Debitum etwas höhere Zinsen und Firmen- statt Konsumkredite. Kleinere Marktplätze wie Income, Loanch und Finbee zahlen ähnliche Kupons, aber ohne vergleichbare Lizenz. Im großen Plattform-Vergleich ist Debitum unsere erste Wahl für regulierte P2B-Zinsen.
Häufige Fragen
Gibt es bei Debitum eine Rückkaufgarantie? Ja, die Kreditgeber verpflichten sich zum Rückkauf überfälliger Forderungen, meist nach 90 Tagen. Die Verpflichtung hängt aber an der Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Kreditgebers.
Wie hoch ist die durchschnittliche Rendite bei Debitum? Realistisch sind 13 bis 15 Prozent pro Jahr, je nach Laufzeit und Kreditgeber. Aktionsangebote liegen zeitweise darüber.
Was macht Debitum mit meinen Daten und Steuern? Die Plattform zieht in Lettland Quellensteuer ab, mit Steuerbescheinigung lässt sie sich auf 5 Prozent reduzieren und in Deutschland anrechnen.
Fazit
Debitum kombiniert eine echte Broker-Lizenz mit Zinsen, die sonst nur unregulierte Anbieter zahlen. Wer das Länder- und Kreditgeber-Risiko durch Streuung über mehrere Papiere begrenzt, bekommt hier eines der besten Rendite-Regulierungs-Verhältnisse im Markt. In unserem Prüfstand 2026 gehört Debitum damit klar in die Spitzengruppe.